Vorschlag_Zeitqualitaet_2011_2

Ein kosmischer Jahres-Wetterbericht

Wir befinden uns inmitten einer großen Zeitenwende. Ein neues Zeitalter beginnt, ein altes Zeitalter geht zu Ende. Diese Wendezeit ist ein kritischer Übergangsprozess, der sowohl Gefahren als auch Chancen in sich trägt. Das Alte soll vollendet werden und etwas Neues kommt zum Vorschein. Doch wenn das Alte sich dagegen wehrt, stört und verzögert es dadurch den Wandel und Neubeginn.

Daher ist die Zukunft nur schwer vorhersehbar, denn der Widerstand und die Einflüsse der Vergangenheit behindern den natürlichen kosmischen Evolutionsfluss und Neuanfang. Dabei zeigen uns die Ereignisse wo wir tatsächlich stehen. Die Ereignisse sind die Resultate unserer individuellen und kollektiven psychologischen und spirituellen Entwicklungsschritte.

Rückblickend auf das Jahr 2010 zeigen die globalen Ereignisse immer größere vom Menschen verursachte Umweltkatastrophen sowie ein anwachsendes Ungleichgewicht der 4 Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft. Dürrekatastrophen, Überschwemmungen, Feuersbrünste, Vulkanausbrüche, Erdbeben, schwere Stürme und ungewöhnliche Klimaschwankungen gehören schon fast zur Tagesordnung.

Die Natur erschafft sich dadurch in dieser extremen Zeitenwende ein ebenso extremes Gleichgewicht. Wenn die Menschheit die starken Evolutionsimpulse des Universums nicht genügend kanalisieren und integrieren kann - wenn sie ihrer Aufgabe als Hüter der Erde nicht nachkommt - fließen die kosmischen Energien relativ unkontrolliert in die Elementar- und Naturebenen und erzeugen entsprechende Resultate. Die Natur ist in gewisser Weise ein direkter Spiegel der menschlichen Evolution.

Auf der psychologischen Ebene herrscht oft Angst und Verwirrung. Viele Politiker flicken mit alten Methoden an den neuen globalen Herausforderungen herum und niemand weiß ob unsere Wirtschaftssysteme die aktuelle Weltkrise überstehen. Tatsächlich jedoch hat der Materialismus seine äußersten Grenzen erreicht. Vielerorts ist der menschliche Genius so sehr in der Materie gefangen, dass es dort keine Auswege mehr gibt. Zwangsläufig wird dadurch die Richtung nach innen gelenkt und die Bewusstseins-Ebene gewechselt. Somit nimmt der emotionale und mentale Hunger nach geistiger und spiritueller Orientierung zu und zeigt aufgrund der evolutionären Zerrissenheit mancherorts auch extrem fanatische Züge.

Das kommende Zeitalter braucht neue Inspirationen und Visionen, zeitgemäße Überzeugungen und Leitbilder. Einzelne Individuen und Vorreiter-Gruppen haben schon damit begonnen oder sind dabei zu beginnen, gemäß der neuen globalen Herausforderungen und Evolutionsmöglichkeiten zu denken und zu handeln.

Schauen wir nun in den Sternen- und Planetenhimmel 2011 und lassen uns vor der kosmischer Signatur nicht nur geistig inspirieren sondern auch vital energetisieren. Denn wir sind Teil des gesamten Universums und nehmen vital unmittelbar Teil an seinen Energiemustern - insbesondere jenen unseres Sonnensystems.

Uranus stürmt in den Widder

Erfolg wird erzielt, wenn der freie Wille und die Umstände Hand in Hand gehen.' (Hazrat Inayat Khan)

Kosmisch gesehen vollzieht sich nun endgültig der Zeitenwandel. Das Wassermann-Zeitalter bricht deutlicher denn je hervor. Wir empfangen seine Signale jetzt auch ganz direkt in den kollektiven und globalen Ebenen. Bisher waren die Wassermann-Zeitalter-Impulse oft nur den Vorreitern und Visionären zugänglich. Jetzt ist das alles anders. Der Wassermann-Planet Uranus wandert 2010/2011 über die Kosmische Spalte zwischen Fische und Widder und wird ab März 2011 für die nächsten 7 Jahre im Widder für lebhafte Aufbruchsstimmungen sorgen. Im Jahr 2010, als Uranus zum ersten Mal über die kosmische Spalte in den Widder lief, ist die globale Stimmung psychologisch und spirituell deutlich spürbar in Richtung Zukunft umgekippt. Die begrenzten Bewusstseins-Wände am Rande des Horizontes unserer ‚Alten’ in sich gespaltenen dualistischen Welt sind zerbrochen. Und dahinter zeigt sich ein neuer unbekannter Horizont.

Die vielerorts noch vorhandene äußere und innere Orientierungslosigkeit und Ratlosigkeit liegt daran, dass man am Ende eines Zeitalters mit all seinem gewachsen Identifikationen, Systemen, Funktionsmustern, Werte- und Weltvorstellungen darin keine Orientierung mehr finden kann. Was zu Ende geht hat keine neuen Ideen und Impulse mehr zu bieten.

Die sich zuspitzenden Krisen und immer gefährlicheren Katastrophen zeigen uns wie transformationsfähig die Situation geworden ist. Die altgewohnte ausbeuterische Art und Weise wie wir den Planeten Erde derzeit noch behandeln würde uns in absehbarer Zeit selbst zerstören. Doch erschafft die jeweilige äußere Notlage die dafür nötigen Bewusstseins-Organe zur inneren ‚Notwende’ und notwendigen Weiterentwicklung. Das ist ein evolutionäres Gesetz. Leider lernen die meisten Menschen oft nur durch Ursache und Wirkung. Erst müssen große Dramen und Leiden geschehen damit sie zu mehr Besinnung und Bewusstsein kommen. Die Natur hilft sich selbst. Die Mikroorganismen der Meere fressen das ausgelaufene Öl im Golf von Mexiko. Auch der moderne Mensch wird sich selbst helfen müssen und im Globalen Zeitalter in mehr Harmonie mit dem Erden-Ganzen leben lernen. Wie sagt doch das alte Sprichwort: >Not macht erfinderisch.<

Uranus im Widder wird uns sicherlich dabei helfen. Und Uranus wird uns zu radikalerem Tatendrang ermutigen. Insgesamt gesehen werden die globalen Stimmungen und Dynamiken dadurch abenteuerlustiger, innovativer und revolutionärer.

Das zunehmende Uranus-Pluto-Quadrat - Aufbruch in den Umbruch

'Für gewöhnlich übersehen die Astrologen die Tatsache, dass viele der Probleme mit denen ein Individuum im Laufe seines Lebens konfrontiert wird, aus wichtigen nationalen und internationalen Ereignissen resultieren.' (Alexander Ruperti)

Im Rahmen der Großen Wendezeit-Transite von ca. 2008 bis ca. 2015 kommen wir im Jahr 2011 in eine entscheidende Phase. Ein mächtiges Uranus-Pluto-Quadrat bahnt sich an. Es wird zwar erst im Juni 2012 zum ersten Mal technisch exakt. Im Sommer 2011 fehlen jedoch keine 2 Grad mehr (bei ca. 4° bis 7° Widder und Steinbock). Somit ist der Quadrat-Aspekt im Jahr 2011 schon deutlich wirksam.

Um die Dynamik dieses Aspektes besser zu verstehen sollten wir uns erst den Erfahrungen der Vergangenheit zuwenden. Der Uranus-Pluto-Zyklus ist unregelmäßig, da insbesondere Pluto eine sehr ungleiche Bahngeschwindigkeit hat. Zwischen den beiden letzten Konjunktionen sind ca. 115 Jahre vergangen. Der Zyklus davor dauerte ca. 140 Jahre.

Schauen wir historisch zurück zu einer brisanten Opposition, welche sich in den Ereignissen der Französischen Revolution ab 1789 deutlich widerspiegelt und von 1792-1794 exakt wurde. Pluto war im Wassermann und Uranus im Löwen (bei 20-22°). Die Revolution des französischen Volkes gegen die Feudalherrschaft erreichte mit der Hinrichtung des Königs 1793 ihren Höhepunkt. Die traditionelle Machthierarchie wurde geköpft. Alles begann sich für immer zu verändern.

Zur nächsten Konjunktion ca. 1848 Ende Widder bis 1853 Anfang Stier (exakt 1851 Ende Widder) waren große Volksunruhen, Klassenkämpfe und gesellschaftliche Umbrüche in Europa im Gang. Marx und Engels legten 1848 ihr Kommunistisches Manifest vor. Die Unzufriedenheit der Massen machte sich Luft und das einfache Volk forderte mehr Demokratie, bessere Lebensbedingungen, freiheitliche Menschenrechte.

Die nächste Opposition 1901 bis 1903 mit Zwillings-Pluto und Schütze-Uranus bei 14-22° fiel mitten in die Belle Epoque, eine Zeit der Wirtschaftsaufschwünge und Erfindungen. Der Aufbruch ins moderne Zeitalter begeisterte die Menschen. Die technischen Fortschritte und wissenschaftlichen Errungenschaften brachten auch den einfachen Leuten Annehmlichkeiten und bessere Bildungschancen.

Zum nächsten abnehmenden Quadrat bei 22° Krebs-Pluto/Widder-Uranus 1932/1933 war der dramatische Höhepunkt der größten Weltwirtschaftskrise der Menschheit erreicht. Totalitären Diktatoren nutzen diese schwache Weltsituation. Adolf Hitler kam in Deutschland plötzlich an die Macht.

Zur folgenden Konjunktion 1964 bis 1968 bei 15-25° Jungfrau brachen weltweit Studentenunruhen und Proteste aus. Die Jugendrevolten waren Anti-Anpassungs-revolutionen gegen autoritäre Bevormundung und doktrinäre Wertenormen. In den USA kämpften die Schwarzen gegen die Rassendiskriminierung. Der Prager Frühling 1968 wurde von den russischen Militärs brutal niedergeschlagen.

Wir sehen also, dass sehr viel kollektiver Zündstoff in solchen kosmischen Energiemustern liegt. Der Uranus-Pluto-Zyklus kombiniert zukunftorientierte radikal-revolutionäre Freiheits-Impulse mit machtorientierten transformativ-evolutionären Willens-Impulsen. Das Zusammenkommen der beiden überpersönlichen Ur-Kräfte Macht und Freiheit lässt die altgewohnten gesellschaftlichen Strukturen und Verhältnisse erzittern.

Das aktuelle globale Vorspiel zum Uranus-Pluto-Quadrat bis ca. 2015 lässt schon einiges erahnen. In vielen Ländern brodelt die Unzufriedenheit und spalten sich die Geister. Folglich wird das kommende Uranus-Pluto-Quadrat zum nötigen Wandel und Umbruch, zu entscheidenden Reformen und Revolutionen (siehe aktuell Tunesien und Ägypten), zu kollektiven Aufbrüchen und Widerständen anregen.

Wir befinden uns eigentlich jedoch in einer globalen Orientierungs-Krise und müssen die geistige Ursache jenseits von Ursache und Wirkung verstehen, um die psychologische und existenzielle Ordnung der Dinge wieder zu finden. Es geht in der aktuellen Welt-Krise nicht allein darum eine bessere Welt-Ethik und Welt-Ordnung zu finden, sondern um ein neues globales Bewusstsein, welches letztlich nur durch einen spirituellen Evolutionsschritt der Menschheit vollzogen werden kann. Denn wir sind von nun an alle immer stärker voneinander abhängig, wir sind alle aufeinander angewiesen, wir sind alle eins. Wir müssen im globalen Zeitalter als globalen Menschheitsfamilie leben lernen. So viele Seelen haben sich gerade jetzt inkarniert um den größten Evolutions-Übergang der Menschheit und der Erde seit Menschengedenken zu erleben.

Neptun tritt erstmals in die Fische - Einheit in der Vielheit

'Die Menschen, die erwacht sind, leben alle in der selben Welt, aber die Menschen,

die noch schlafen, leben jeder in einer anderen Welt.' (Heraklit)

Im Rahmen der Großen Wendezeit-Transite von 2008 bis 2015 haben bislang alle Langsamläufer bis auf Neptun das Tierkreiszeichen gewechselt und somit ihre Energiedynamik stark verändert. 2011 kommt auch Neptun hinzu. Am 3. April läuft er zum ersten Mal in sein eigenes Zeichen bis auf 1° Fische vor und geht am 5. August noch ein Mal (bis Anfang Februar 2012) zurück in den Wassermann.

Neptun wird uns den nötigen universellen Visionsgeist für diese schwierigen Übergangs-jahre bringen. Wir werden mystisch inspiriert, werden poetisch talentiert, werden selbstlos träumend, werden künstlerisch vielschichtig. Wir werden leichteren Zugang zu den inneren Ebenen bekommen und wir werden das große Ganze erfühlen und erahnen können. Neptun’s mystische Sehnsucht wird uferlose und grenzenlose Wünsche, Werte und Ideale als feinste Himmels-Samen aussähen.

Mit Neptun in den Fischen wird das Gefühl für Spiritualität in vielerlei Formen und Bereichen Auftrieb erfahren. Der Segen und das geistige Erbe aller spirituellen Traditionen der Menschheit wird leichter zugänglich sein und wird auch die breite Masse erreichen können. Liebesmystik und universelle Fantasie werden stärker gefragt sein.

Neptun in den Fischen öffnet uns für ein wirklich globalisiertes Empfinden und Verständnis an dem alle Rassen, Kulturen und Religionen teilhaben. Interkulturelle und Interreligiöse Begegnungen werden daher nicht nur wachsen. Sie werden auch verstärkt ineinander fließen und sich vermischen. Immer mehr universell-humanitäre Bewusstseinshaltungen und immer mehr globalisiert agierende Projekte und Menschentypen werden daraus hervortreten. Neptun bleibt 14 Jahre bis 2025/2026 in den Fischen.

Chiron tritt endgültig in die Fische - Das Ganze erleiden oder heilen

'Der Wein der göttlichen Gnade ist grenzenlos.

Alle Begrenzungen kommen nur von den Mängeln des Bechers.' (Rumi)

Chiron ist der Heiler-Planet. Und er hat viel zu tun in den Fischen. Chiron muss sich jetzt um das Ganze kümmern. So viele Brüche und Zerrissenheiten, so viele unganze und unheile innere und äußere Welt-Ebenen. Die ganze Menschheit, die gesamte Natur und die Ozeane sind nun seine Patienten. Chiron braucht dabei viele Helfer. Und jeder von uns kann mitarbeiten im größten Kranken- bzw. Heilhaus der Welt, dem Planeten Erde.

Chiron in den Fischen zeigt uns wie alles miteinander verbunden, verwoben und vernetzt ist - sowohl im Guten als auch in Schlechten. Chiron in den Fischen informiert uns wo wir überall in der Welt Täter und Mittäter, Opfer und Mitopfer sind.

Als Chiron im Frühling 2010 zu ersten Mal in die Fische ging, begann auf den Tag genau die bisher größte Ölkatastrophe aller Zeiten im Golf von Mexiko. Das riesige Leck in der Tiefe des Ozeans konnte erst einige Monate später geschlossen werden. An genau diesen Tagen lief Chiron wieder zurück in den Wassermann.

Chiron tritt endgültig am 8. Februar 2011 in die Fische wird für etwa 8 Jahre durch das Fische-Zeichen laufen.

Saturn in der Waage - Verantwortung in Beziehungen

'Besser eine Beziehung als gar keine Probleme.' (moderne Lebensweisheit)

Saturn bleibt bis Oktober 2012 in der Waage. Er erreicht am 26. Januar bei 17°13 seinen vorerst weitesten Punkt in der Waage. Dann läuft er zurück bis 10°26 am 13. Juni und geht bis zum Jahresbeginn 2012 vor auf 29° Waage und 2012 wieder 7 Grad zurück. Somit prüft Saturn uns im Jahr 2011 - insbesondere von etwa Januar bis Oktober - auf den Graden 10 bis 17 Waage. In der Waage fordert Saturn Verantwortung in Beziehungen und Partnerschaften. Er mahnt uns ehrlich hinzuschauen und unser Gegenüber und seine Positionen wirklich ernst zu nehmen. Waage-Saturn fordert korrekte Kommunikation und wahre Diplomatie. Saturn deckt karmische Beziehungs-Schulden und -Versäumnisse auf.

Waage-Saturn beendet unausgewogene Partnerschaften und fordert Reifeschritte im Beziehungsverhalten.

Jupiter geht durch den Widder in den Stier

'Es gibt keinen Weg zum Glück - das Glück ist der Weg.' (Buddha)

Ab dem 22. Januar 2011 läuft Jupiter zügig durch den Widder. Er bringt expansiven Schwung und vitale Lebensfreude in den Spät-Winter und den Frühling den neuen Jahres. Seine wirkliche Kraftentfaltung wird er aber erst auf den ersten 10 Grad Stier zeigen.

Am 4. Juni 2011 tritt Jupiter in den Stier, geht bis 10°21 Stier vor (am 30.August) und wieder zurück bis 0°22 Stier (am 25. Dezember). Stier-Jupiter schenkt materielle Fülle und existenzielle Ausdehnung. Das Glück liegt nicht allein in der Sinnlichkeit und im Genießen der Dinge, sondern auch in der Sinnhaftigkeit und in der Ethik der Werte.

Das solide Stier-Jupiter/Steinbock-Pluto-Trigon (mit Fische-Chiron im Sextil)

'Der Mensch ist zur Freude geboren, denn Ausdehnung von Glück ist der Zweck der Schöpfung.'

(Spruch aus Sri Lanka)

Stier-Jupiter wird in der zweiten Jahreshälfte 2011 bis Frühjahr 2012 ein harmonisches Erd-Trigon mit Steinbock-Pluto bilden. Die Mächtigen der Erde sollten diesen Trigon nutzen um eine idealere und gerechtere Verteilung der Erdressourcen und Nahrungsmittel zu gewährleisten, denn viele kollektive und globale Unruhen haben ihre Ursache in materieller Ausbeutung und einem zu großen Gefälle von Reich und Arm.

Dieses Trigon unterstützt große wirtschaftliche Prozesse, materielle Projekte und existenziellen Werte-Wandel. Das miteingewobene Sextil des Fische-Chiron zeigt, dass eine heilsamere Verteilung aller Materie, aller Güter und Erdreserven durchaus möglich und wünschenswert ist.